(c) hhla.de/hamburger-Fotoarchiv.de

Harald Hinsch

                             Leseprobe

Das Buch

Ja, das Buch ?

Es sollte ja eigentlich gar kein Buch werden. Nachdem ein Sportfreund auf einer Tennisreise 2007 die Frage stellte, wie wir die Kriegszeit erlebt und sogar überlebt haben, begannen meine Gedanken zu rotieren.  Wieder zuhause, begann ich, alles aufzuschreiben, was mir zu diesem Thema in den Sinn kam,und ich dachte, dass es eine gute Erinnerung für meine Kinder und Enkelkinder werden könnte. Ich begann eine Kladde mit Kugelschreiber, seitenlang, dann übertrug ich dies in den Computer , dazu musste ich allerdings erst die Textverarbeitung lernen. Auf unserem Computer im Keller schrieb ich tage- nein wochenlang. Irgendwie erfuhr eine Tennisfreundin von meinem Vorhaben und sie erzählte meiner Frau, dass es bei Tschibo ein BoD Gutschein für € 45,00 zu kaufen gäbe, damit könne man ein eigenes Buch erstellen. Ja, das war die Idee ! Wir wussten ja bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht von der Möglichkeit, bei diesem BoD - Books on Demand - ein Buch zu verlegen. Ich bekam also zum Nikolaustag solch einen Gutschein.

Und nun ging die Arbeit erst richtig los. Vom Computer im Keller übertrugen wir die Dateien mittels Diskette ! auf unseren Rechner. Nun folgte : Korrekturlesen und alles mit diesem Programm so bearbeiten, dass dem Verlag eine druckfähige Version übermittelt werden konnte.

Es war alles so merkwürdig - die Daten waren übermittelt - und nun ?  Ein paar Tage später saß ich im Auto, meine Frau überreichte mir ein Päckchen, welches gerade von der Post geliefert wurde, ich öffnete es und darin  -  Mein Buch !

 

Plötzlich war es nicht mehr nur die Aufzeichnung für die Familie, sondern ein Buch für alle , die an diesem Thema interessiert sind.

 

 "Die Traumaforschung weiß heute, dass man 40 - 50 Jahre braucht, um sich den Schrecken zu stellen.

Worte der Erinnerung zu finden, das unter dem Vergessen liegt. Es ist doch eine fast körperliche Vernichtung

der eigenen Identität. Man ist nicht unbeschädigt. Man ist nur zufällig dem Tod entgangen.

Das wusste man auch als Kind, dass man nur zufällig überlebt hat."

Meine traumatischen Erlebnisse als Kind haben mich im Lauf der Jahrzehnte nie allein gelassen. Über diese Belastungsstörungen u.a. in Form von Angstträumen habe ich nie gesprochen, sie waren aber immer da.

Ermutigt zur schriftlichen Aufarbeitung meiner Angstträume hat mich die Journalistin und Schriftstellerin Sabine Bode in ihrem Buch

" Die vergessene Generation"  2005.

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now