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Harald Hinsch

Gesellschaft

 

In der Philosophie wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten, zu verstehen. - Dazu braucht man Bildung. Bildung heißt Wissen. Um das zu erreichen, muss man lernen. Somit ist Bildung - Kenntnis - und zusammengenommen - Erkenntnis. -

( Ist von Google, nicht von mir ).

 

Wie das im humanistischem Sinne missbraucht wurde, zeigt die Geschichte :

 

Die Religion

 

Im Namen Gottes wurden Kriege geführt, Welch eine Gotteslästerung    -  es gibt keinen gottgewollten Krieg.

 

Der Adel

 

Die von „Gottes Gnaden“ entsandten Kaiser und Könige, Fürsten und Grafen, diese „Hochwohlgeborenen“, entfachten Kriege, Mord und Gewalt, damit sie ihren Herrschaftsbereich vergrößern konnten.

Diese Herrschaften benutzten den Mensch lediglich als Mittel, die Menschen wurden ausgenutzt, den Zielen der Herrschenden zu dienen.

 

Kolonialismus

 

Es war die überseeische Besitznahme fremder Länder durch Unterwerfung, Versklavung und Vertreibung. Es ging um Reichtum durch Diebstahl, Ausbeutung und Sicherung der Bodenschätze. Die kulturellen Werte der einheimischen Bevölkerung wurden zerstört.

 

Das Industriezeitalter

 

Die industrielle Revolution von der agrar- zur industriellen Produktionsweise ergab eine neue Form der Ausbeutung - „Des Menschen durch den Menschen.“- (K. Marx). Der englische Philosoph und Ökonom A. Smith, der Urvater des Kapitalismus, entwickelte die These: „Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt.“ Das klingt doch eigentlich liberal und menschenfreundlich. In Wirklichkeit wurde der Mensch einmal wieder benutzt, dem Kapital, dem Profit, dem Besitzer der Produktionsmittel zu dienen, mit Kinderarbeit und einem 12 Stunden Werktag.

Es war das existenzielle Minimum. Diese Ausbeutung geht an den Werten des Menschen vorbei, der Mensch steht hier nicht im Vordergrund, er ist „fremdbestimmt“ als Mittel, dem Kapital, dem Profit zu dienen. Damit diese Unternehmer-Ökonomie gewährleistet ist, besorgt der Staat die Struktur dieses Systems. Im Gegensatz zu A.Smiths Marktanalyse verurteilt K.Marx die Profitegoismen der Besitzer von den Produktionsmitteln.

 

These 1 er schreibt: Das Sein bestimmt das Bewusstsein

 

Meine Interprätation : Das Sein bin ich. Ich bestimme selbst, was ich mache.

 

These 2 „ Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein,

sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“

 

Meine Interprätation : Es ist nicht mein Bewusstsein, sondern das gesellschaftliche Sein, was mein Bewusstsein bestimmt - also - Fremdbestimmt.

 

1945 - Ende des Faschismus

 

In den Westzonen Deutschlands und Westeuropa wurde 1948 der Marshalplan eingeführt.Dieser US-Plan war nicht nur hilfreich, die schlimmste Not im Nachkriegsdeutschland zu lindern, sondern damit rettete sich die USA auch selbst. Ihre industriellen Überschüsse verkauften (nicht verschenkten) sie an W.-D. und W-.Europa, nach dem Motto, nichts ist umsonst. Politisch war jetzt „Antikommunismus“ Staatsdoktrin, gesteuert und gelenkt durch den CIA. Die linke westeuropäische Opposition wurde geschwächt und bekämpft. Ziel erreicht: Der Westen beugte sich den US-Interessen.

 

In Ostdeutschland konnte keine nennenswerte Hilfe von der Sowjetunion erwartet werden. Die Sowjetunion hatte nach dem Angriff Hitlerdeutschlands die Hauptlast von Mensch und Material zu verkraften. Ostdeutschland musste von dem, was ihm blieb, sich selbst helfen. Zusätzlich musste es noch intakte Industriegüter im Rahmen der Reparationskosten an die SU abgeben. Politisch wurde die DDR durch die SU doktriniert. Beides führte zum Zusammenbruch.

 

Sozialismus

 

Der Sozialismus als Alternative

 

Er hat in der Praxis versagt, all die guten theoretischen Voraussetzungen sind nicht umgesetzt worden. Der Sozialismus ist implodiert.

 

Marktwirtschaft

 

Jedes Unternehmen muss Gewinne machen. (Für wen ? )

Der Unternehmer lebt von seinen Ideen und seiner Risiko-Bereitschaft.

Das rechtfertigt auch ein höheres Einkommen.

Nun zu den Aktien. - In den großen Aktiengesellschaften wird seit Jahren der größere Teil des Gewinns ausgeschüttet und nicht reinvestiert. Das

Unternehmen steht jetzt nicht mehr im Vordergrund, sondern die Anteilseigner. Das sind Finanzinvestoren, oder noch schlimmer, Hedge Fonds.

Das sind Profitmaschinen, die auf verschlungenen Wegen das Geld mehrfach in die Höhe treiben. Steuern werden umgangen, alles legal. Auf

Investitionen wird verzichtet. Das ist das eigentliche Kennzeichen des Kapitalismus! Von diesen kriminellen Machenschaften hat die Bevölkerung gar nichts. Nur Millionäre stopfen sich ihre vollen Taschen bis zum Platzen voll.

 

Erbschaft

 

Wenn der Spross einer Unternehmer-Dynastie geboren wird, dann ist er Millionär. Das ist kein Geburtsfehler,auch kein Naturereignis, sondern eine unsoziale, unmoralische Wirklichkeit.

Die geringe, fast nur symbolische Vermögensteuer rechtfertigt nicht, das diese Nachkommenschaft einen Geburtsfreibrief für lebenslanges Nichtstun bekommen hat

 

Digitalisierung

 

Die Digitalisierung löst das Industriezeitalter der letzten 200 Jahre ab.

Digitalisierung macht Arbeitsplätze überflüssig.

Dagegen spricht der aktuelle Mehrbedarf an personenbezogenen Dienstleistungen im Gesundheitswesen, der Pflege usw..

Digitalisierung an sich bedeutet Fortschritt, wenn mit immer weniger menschlicher Arbeit der g l e i c h e Wohlstand geschaffen werden kann. Zugewinn von Produktivität bedeutet ja, das man weniger Arbeit benötigt, um am Ende das gleiche Niveau an Produkten, an Gütern und Dienstleistungen zu erzeugen.

 

Sarah Wagenknecht- LINKE- bringt diesen sozioökonomischen Prozess politisch, sie schreibt:

 

„Unter kapitalistischen Bedingungen ist das aber für die große Mehrheit ein Problem, weil die Leute ihre Arbeitsplätze durch die Digitalisierung verlieren können und damit ihr Einkommen und ihre Teilhabe am Wohlstand .

Wer dann arbeitslos ist, der ist draußen.

Aber, es sind nicht die digitalen Technologien, die das bewirken, sonderndie kapitalistischen Machtverhältnisse, unter denen sie sich duchsetzen.

Denn diese Machtverhältnisse sorgen dafür, dass diejenigen, die über das Kapital also auch über die digitalen Plattformen, über die Software verfügen, den gesammten Gewinn allein einstreichen.

Die Arbeit wird insgesamt weniger. Das spricht allerdings dafür, das genaue Gegenteil dessen zu tun, was die Politik derzeit macht, also nicht die individuelle Arbeitszeit zu verlängern, sondern sie zu verkürzen. KürzereTage, längere Urlaube und das bei gleichem Einkommen, das ist doch keine Horrorvision, sondern eine schöne Perspektive. Wir brauchen nicht die Rente mit 70, sondern mit 60 oder noch frühere Renteneintritte.

Wenn wir in immer kürzerer Zeit immer mehr Wohlstand schaffen, ist Arbeitszeitverkürzung die Lösung und nicht Überlastung und Stress für dieeinen und Arbeitslosigkeit für die anderen.“

 

H.H.

Es kommt also darauf an, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen die Digitalisierung stattfindet.

Werden mal wieder in noch größerem Maße die Konzerne, die Kartelle, die Hedge Fonds, die Geldmaschinen Produzenten durch künstliche Intelligenz ( KI ) den Reibach machen?

Keine soziale Umverteilung der Profite ?

 

Dann wird es auch in Deutschland „Gelbe Westen“ geben!

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